Der erste Urlaub mit Kind – Was war anders? Unsere Erfahrungen & Tipps

Urlaub ist ein schöner Teil des Jahres, der leider viel zu selten stattfindet. Daher soll alles perfekt sein, damit man die kostbare Zeit bestmöglich genießen kann.

Suchen. Finden. Buchen. Träumen.

Alles beginnt mit einer langen Suche nach dem richtigen Hotel. Ist das endlich gefunden, kann der Traumurlaub gebucht werden. Je nach Zeitpunkt folgt dann eine lange Zeit der Vorfreude.

In der Zeit der Vorfreude fiebern wir jedes Jahr aufs Neue der erholsamen Auszeit entgegen. Wir stellen uns vor, wie wohl das Wetter gerade am Urlaubsort ist. Wir träumen von dem Essen, dem Strand und dem Pool.

Die Rahmendaten unseres typischen Urlaubs sind schnell erzählt:

  • Ein schönes Hotel
  • Warme Sonne
  • Ein feiner Sandstrand
  • Kristallklares, türkises Meer
  • Gutes Essen
  • Optional: Ausflüge

Wir lieben es einfach, in der Sonne zu liegen und etwa 10 Tage zu entspannen. Erholsame Nickerchen können dabei wahlweise am Strand oder am Pool durchgeführt werden.

Egal zu welcher Tageszeit übrigens. Eigentlich doof. Man verschläft dadurch ja die meiste Zeit des Urlaubs – aber irgendwie auch schön und wunderbar entspannend. Und auch ein gutes Buch sorgt für Entspannung.

Morgens und abends an einem reichhaltigen Buffet bedienen, tagsüber am Strand liegen und mittags dann eine Kleinigkeit essen. Das klingt doch nach einem spitzenmäßigen Tagesablauf, oder? Für uns auf jeden Fall.

In diesem Jahr war es dann soweit. Unser Sohn war knapp 14 Monate alt als wir unseren ersten Urlaub zu dritt starteten. Es war Mai und das Reiseziel Mallorca.

Der Tag vor der Abreise stand vollständig im Zeichen des Kofferpackens. Schließlich muss man mit Kind einiges mehr mitnehmen, als wenn man alleine fliegt. Alleine der große Windelvorrat nahm fast den gesamten Handgepäck-Trolley in Anspruch. Dazu kamen dann noch etliche Mittagsgläschen, Spielzeug für das Hotelzimmer, Spielzeug für den Stand, eine Reiseapotheke und jede Menge Wechselklamotten…

Und was war mit unseren Klamotten? Gute Frage! Die mussten auch noch irgendwo Platz finden, schließlich konnten wir ja nicht jeden Tag das gleiche anziehen.

Dreht man die Medaille einmal um, wurden wir erstmals dazu gezwungen wirklich nur so viele T-Shirts und Hosen einzupacken, wie wir wirklich brauchen würden. Wir mussten also einfach nur mehr Entscheidungen treffen und etwas minimalistischer packen.

Was ändert sich im Urlaub mit Kind?

Auf Mallorca ist im Mai noch Vorsaison, sodass die Sonne zu der Zeit noch nicht so stark ist. Für Kinder also optimal, schließlich ist die zarte Haut noch nicht ausreichend vor starker Sonne geschützt.

Was wir nicht so ganz einkalkuliert hatten: die Pools auf Mallorca sind meist nicht beheizt. Und da die Temperaturen in der Nacht noch bei rund 10 Grad lagen, war der Pool auch tagsüber noch relativ frisch. Das Meer war etwa so kalt wie die Nordsee im Sommer – also eisig kalt, brrrr. Besonders, wenn man sich in der Sonne etwas aufgeheizt hatte.

Aber das war absolut nicht schlimm. Schließlich haben sich die Prioritäten im Urlaub verschoben. Viel wichtiger als die Nickerchen in der Sonne am Strand war die gemeinsame Zeit – natürlich trotzdem am Strand 🙂

Ein Strandbesuch mit Kind muss gut geplant sein, wenn man nicht ständig zurück zum Hotel laufen möchte. Während wir früher nur ein Handtuch & Sonnencreme am Strand dabei hatten, sah die Packliste für den Strand dieses Jahr etwas anders aus:

  • Windeln
  • Feuchttücher
  • Strandmuschel
  • Sonnencreme (für Babys und für Erwachsene)
  • Gläschen
  • Obst
  • UV-Mütze
  • UV-T-Shirt
  • Kinderwagen
  • Schnuller
  • Trinkbecher
  • Sandspielzeug

Schwer beladen, wie die Packesel, machten wir uns täglich auf den Weg zum Strand. Das war definitiv anders, als noch in den letzten Urlauben.

Burgen bauen am Strand, statt Nickerchen

Auch am Strand angekommen, entwickelte sich der Urlaub anders als sonst.

Hatten wir weiter oben im Artikel etwas von einem Nickerchen am Strand oder einem schönen Buch geschrieben? In diesem Jahr war beides undenkbar, schließlich wollte unser Sohn beschäftigt werden. Was anfangs ungewohnt war, machte von Tag zu Tag mehr Spaß.

Wir formten unzählige Eiskugeln aus Sand, gruben tiefe Löcher, bis wir auf Wasser stießen und verzierten diese mit Türmen in Eimerform.

Je mehr Übung wir bekamen, desto kreativer wurden die Kunstwerke. Ein Burggraben oder ein mit Muscheln verschönerter Wall sahen richtig prunkvoll aus… wenn, ja wenn sie stehenbleiben durften.

Unser Sohn freute sich über die Kunstwerke sehr. Aber noch mehr Spaß machte es ihm, diese Bauten und Formen direkt wieder zu zerstören.

Zur Mittagszeit fragten wir dann in einem Restaurant, ob sie uns das mitgebrachte Gläschen freundlicherweise aufwärmen könnten. Das war in der Regel kein Problem – fast jedes Restaurant hat ja eine Mikrowelle und erledigte das ohne eine Gegenleistung (Bestellung) zu fordern.

Nach der Mahlzeit war dann Zeit für ein Nickerchen. Sowohl für unseren Sohn, als auch für uns. Einmal kurz die Augen schließen – wie früher.

Tipp: Nimm für den Schnuller eine Dose mit, damit kein Sand oder Schmutz drankommen kann.

Das Rauschen der Wellen war dabei super entspannend. So bewusst hatten wir das bisher noch gar nicht wahrgenommen. Aber als unser Sohn plötzlich über 2 Stunden am Stück in der Strandmuschel schlafen konnte, wussten wir, warum auf Entspannungs-CDs früher fast immer Meeresrauschen zu finden war. Herrlich!

Nicht einmal die leider mittlerweile typischen Ananaaaaaaaaas-Coconuuuuut-Bananaaaaaaa-Verkäufer konnten ihn aufwecken.

Mini-Disco am Abend

Zwar nicht in unserem ersten, dafür aber in unserem zweiten Urlaub, 3 Monate später – vielen Dank an die Elternzeit 🙂, war die Mini-Disco um 20:00 Uhr fester Bestandteil der Abende. Jeden zweiten Abend trafen sich dort Kinder unterschiedlicher Altersgruppen, um zu einigen Kinderlieder zu tanzen. Moderiert wurde die Mini-Disco von den Animateuren des Hotels.

Unser Sohn zählte zu den jüngeren Teilnehmern und tanzte häufig sein ganz eigenes Programm. Dabei flitzte er kreuz und quer über die Tanzfläche und drehte sich unzählige Male um die eigene Achse.

Richtig süß anzusehen war, dass er keinerlei Scheu hatte, ausgelassen mit den fremden Kindern zu tanzen.

Mit der Bimmelbahn über die Insel

Schlechtes Wetter gibt es auf Mallorca eigentlich nicht. Trotzdem kommt es in der Vor- und Nachsaison immer wieder zu Regenfällen.

Wie kann man diese Zeit überbrücken? Schnell kamen wir auf die Idee: Was könnte man im Urlaub bei Regen Besseres machen, als mit der bekannten Bimmelbahn über die Insel zu fahren?

Dabei gibt es jedoch Unterschiede. Die Bimmelbahn an der Playa de Palma fährt dich entlang der Promenade, sodass du das Meer dabei stets im Blick hast. Die Bimmelbahn in Cala Millor fährt eher durch die Hotel-Schluchten – ohne dass man das Meer wirklich häufig zu Gesicht bekommt.

Die Fahrt in Cala Millor war für uns leider enttäuschend, obwohl wir trocken geblieben sind und die regnerische Stunde dadurch schneller verging.

Spielplatz während des Sonnenuntergangs

Ein echtes Highlight in jedem Sommerurlaub ist der tägliche Sonnenuntergang. Wenn sich der Himmel Rot färbt und die Sonne im Meer verschwindet ist der perfekte Zeitpunkt für eine romantische Zeit am Strand.

Wenn du mit Kind im Urlaub bist, dann wird der Sonnenuntergang aber zur Nebensache. Klettern, rutschen auf dem Spielplatz oder einfach durch die Gegend toben bestimmen das Abendprogramm.

Trotzdem waren wir auch oft an der Promenade spazieren. Unser Sohn lief entweder selbst nebenher, oder genoss den Ausblick von meinen Schultern aus.

Unser Weg führte uns dann entweder auf einen kleinen Spielplatz in der Nähe oder einfach nur in Richtung des Strandes. Dort konnte man wunderbar um die Jogger zu beobachten oder auf den Beetumrandungen balancieren.

Frühes Essen

Früher sind wir häufig sehr spät zum Essen gegangen. Wir wollten die Sonne ausgiebig und so lange wie möglich genießen.

Im ersten Urlaub mit unserem Sohn haben wir versucht, ein Nachmittagsschläfchen einzuführen, damit er beim Abendessen noch nicht müde ist und somit keine schlechte Laune bekommt.

Und trotzdem standen wir direkt beim Öffnen der Restaurant-Türen vor selbigen. Je früher wir beim Essen waren, desto eher waren wir schließlich auch wieder fertig.

Zügig essen lautete währenddessen die Devise. Die Gänge zum Buffet waren bestens organisiert, damit nicht zu viel Leerlauf und damit Langeweile entsteht. Ein kleines Spielzeug am Tisch half dabei, kurzweilig für Ablenkungen zu sorgen.

Nachdem wir uns unsere Bäuche erfolgreich vollgeschlagen hatten, räumten wir noch fix das Schlachtfeld rund um den Kinderstuhl auf und waren dann bereit für das Bettchen oder den Spaziergang.

Fazit der ersten Urlaube mit Kind

Wunderschön! In diesem einen Wort kann man unsere ersten Erfahrungen wohl am treffendsten zusammenfassen.

Vielleicht klingt es oben teilweise so, als wäre der erste Urlaub eine Last. Das ist aber absolut nicht so.

Die neuen Erfahrungen waren richtig schön und haben soooo viel Spaß gemacht. Unserem Sohn das Meer zu zeigen, oder zu sehen, wie er den Strand genießt – einfach ein herrliches Gefühl.

Mit jedem Tag im Urlaub wurde er zudem selbstbewusster. Anfänglich war er noch zurückhaltend, wenn ihn fremde Leute anschauten. Am Ende dann lächelte er zurück, oder winkte sogar.

Eine rasante Entwicklung innerhalb von 10 Tagen, die wir so gar nicht erwartet hatten.

Mit diesem Erfahrungen und Gefühlen im Gepäck, freuen wir uns schon auf das nächste Abenteuer.

Welche Erfahrungen hast du im ersten Urlaub mit Baby gemacht? Und was war die größte Herausforderung?

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