Nach der Geburt des 2. Kindes – Vater- & Sohn-Tage

Nach der Geburt des 2. Kindes - Vater & Sohn-Tage

Die Geburt unseres zweiten Sohnes rückte immer näher. Je dichter wir an den von der Frauenärztin berechneten Entbindungstermin kamen, desto mehr stieg die Anspannung. Eigentlich sollte es beim zweiten Kind doch schon viel routinierter zugehen – schließlich weiß man ja, was einen erwarten würde?

Klar war vieles schon besser einzuschätzen. Doch gab es durch die Unplanbarkeit des tatsächlichen Geburtstermins eine große, neue Herausforderung.

Wer kümmert sich um den Großen?

Während der Geburt sollten Oma und Opa auf unseren großen aufpassen. Darauf bereiteten wir ihn schon seit einigen Wochen vor. Schließlich könnte es ja durchaus passieren, dass wir mitten in der Nacht ins Krankenhaus aufbrechen müssten.

Wir ließen es aber auf uns zukommen. Wird schon irgendwie klappen…

Und wie fast immer, wenn man einigermaßen entspannt ist, ging die Geburt am Nachmittag los. Der große wurde morgens von Oma und Opa abgeholt und übernachtete dort dann auch.

Und nach der Geburt?

Am Morgen nach der Geburt kam unser großer dann zusammen mit Oma und Opa ins Krankenhaus. Mit großen Augen begrüßte er seinen Bruder ganz herzlich auf der Welt. Ein richtig schöner Moment!

Da ein Neugeborenes baby aber nicht unbedingt ein guter Spielkamerad gut einen 2-jährigen ist, schnappte ich mit unseren Großen und fuhr nach etwa einer Stunde wieder nach Hause.

Irgendwie ein super komisches Gefühl, seine Frau und das frisch geborene Baby im Krankenhaus zurück zu lassen. Der Heimweg war ziemlich schwer – nicht nur, weil die Augen nachts um 2 Uhr beinah zugefallen sind. Bei unserem ersten Kind hatten wir das Glück, ein Familienzimmer zu bekommen. Wir konnten also jede Minute nach der Geburt gemeinsam im Krankenhaus verbringen.

Nun musste ich die beiden schon nach wenigen Stunden wieder verlassen. Puh…

Kurzbesuch am nächsten Tag

Beim zweiten Kind ist alles anders. Denn auch der Besuch am nächsten Tag dauerte nur etwa eine Stunde. Dann ging es mit unserem großen schon wieder zurück nach Hause. Selbstverständlich ist es für einen 2-jährigen im Krankenhaus nicht sonderlich spannend.

Ein kurzer, neugieriger Blick auf den Bruder, ihn einmal kurz auf den Arm nehmen, dann ein dicker Kuss für die Mama und dann kann man eigentlich auch schon wieder nach Hause fahren.

Als wir dann tatsächlich wieder zuhause angekommen waren, war Spielzeit angesagt. Ausgiebige Papa-Sohn-Zeit. Ab jetzt begann die Mission: keines der beiden zu benachteiligen und ihnen gleichermaßen gerecht zu werden.

Nach einem Ausflug auf den Spielplatz mit anschliessender Besichtigung einer nahegelegenen Großbaustelle auf der man Bagger, Kräne sowie große, imposante Lastwagen bestaunen konnte, war es Zeit für das Abendessen.

Wie es sich für einen echten Männerabend gehört, haben wir ein feines Essen auf den Tisch gezaubert: Es gab standesgemäß Tiefkühlpizza. Natürlich wurde das Essen nicht auf den Esstisch gezaubert, sondern vielmehr auf den Couch-Tisch. Es war also ein waschechtes Räuber-Essen bei der ein oder anderen Folge PAW-Patrol (absolute Lieblingsserie – übrigens auch auf Amazon Prime verfügbar) auf Netflix.

Irgendwann ging dann der Tag zu Ende und wir fielen kaputt ins Bettchen. Die Vorfreude auf den nächsten Krankenhaus Besuch war gepaart mit der Erwartung, dass Frau und Kind so bald wie möglich aus dem Krankenhaus entlassen werden und nach Hause kommen können.

Bis es jedoch soweit war, haben wir die wunderschöne Papa-Sohn-Zeit so richtig genossen. Und ich habe das Gefühl, dass uns die 2 Tage nochmal viel viel enger zusammengeschweißt haben.

An alle Väter da draußen: Wie lief die Geburt eures zweiten Kindes? Hat die Betreuung des Ersgeborenen gut geklappt?

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