Hilfe – mein Kind schreckt Nachts auf und schreit!

Kind schreit Nachts - Was tun?

Unruhige Nächte gehören mit Kindern einfach dazu. Aber was tun, wenn dein Kind nachts schreiend aufwacht? Was passiert bei den Kindern in dem Moment? Und wie kannst du ihnen am besten helfen?

In der Regel schlafen Kinder mit zunehmendem Alter immer besser. Während sich bei Babys der Tag-/Nacht-Rhythmus zunächst entwickeln muss, können Kinder mit einem Jahr locker durchschlafen.

Spätestens wenn sie vollständig abgestillt sind, verschwindet das Bedürfnis nachts wach zu werden.

Aber das trifft nicht immer zu. Es gibt immer Höhen und Tiefen. Der Satz: „Irgendwas ist immer – sei es eine Phase, ein neuer Meilenstein, ein Schub oder ein Pups“, trifft leider wirklich häufig zu. 😉 Auf der anderen Seite kann man sich mit diesem Satz aber auch schlechte Zeiten schön reden… irgendwann ist jede Phase nämlich mal überstanden.

Gerade während eines neuen Entwicklungsschrittes muss dein Kind extrem viel verarbeiten. Ein Großteil davon passiert nachts.

Wenn dein Kind nachts häufiger schreiend aufwacht, dann kann es vom Nachtschreck kommen. 

Was das genau ist, welche Kinder betroffen sind und wie du dich verhalten kannst, erläutern wir dir in diesem Artikel. 

Was ist ein Nachtschreck? 

Kinder verarbeiten in der Nacht ihren Tag, ihre Erlebnisse und alles neu Erlernte. Sie Träumen stark und können dabei schwer zwischen Realität und Traumphase unterscheiden. 

Der Nachtschreck äußert sich bei Kindern in unterschiedlichen Ausprägungen. Während des Nachtschrecks wimmern einige Kinder leise oder schluchzen im Schlaf, andere Kinder schreien wie aus dem Nichts super laut auf. Das Herz rast und Angstschweiß macht sich breit. 

Wann kommt es zum Nachtschreck? 

Viele Kinder zwischen 2-6 Jahren erleben einen Nachtschreck. Es muss nicht in regelmäßigen Abständen passieren, kann aber durchaus häufiger vorkommen. Dieser Nachtschreck kann zwischen 2 Minuten und einer halben Stunde andauern. 

Was kannst du für dein Kind während des Nachtschrecks tun? 

Wichtig ist zunächst zu wissen, wie stark der Nachtschreck ist. Träumt dein Kind stark, weint oder schlägt um sich, dann ist es deine Aufgabe die Umgebung soweit zu sichern, dass dein Kind sich nicht verletzen kann. 

Viele Kinder möchten in diesem Trance-Zustand nicht angefasst oder berührt werden. Hier helfen beruhigende Worte, welche deinem Kind ein Stück Sicherheit geben. 

Auch den Papa oder die Mama in seiner Nähe zu wissen, hilft deinem Kind, sich wieder zu beruhigen.

Kann mein Kind sich an den Nachtschreck erinnern? 

Nein, in der Regel wissen Kinder am nächsten Morgen nicht mehr, dass sie in der Nacht geweint oder gar geschrieen haben. 

Dies ist auch der Grund, weshalb du dein Kind während des Nachtschrecks nicht wecken solltest. Dies würde nur für Verwirrung sorgen, denn dein Kind würde merken, dass es starkes Herzklopfen hat, aber überhaupt nicht zuordnen können, was da gerade passiert ist. 

Ein entspanntes Einschlafritual hilft

Um die beste Grundlage für einen entspannten Schlaf zu legen, ist es wichtig, bereits feste Einschlafrituale zu haben. Das kann beispielsweise schon bei einem gemeinsamen Abendessen beginnen oder einer Lesestunde in der Kuschelecke. Das Ziel ist, dass dein Kind langsam runterfährt.

Falls dein Kind bereits TV- oder andere Medien konsumiert, empfehlen wir dir, dies nicht direkt vor dem Schlafen gehen zu tun. Bildschirme sorgen nämlich eher für Aufregung, als für Entspannung. Wir haben es anfangs auch falsch gemacht, was den Einschlafprozess deutlich verlängert hat.

Zusätzlich kann ein Schlaf-Buddy im Bett als „Sicherheit“ für dein Kind sorgen. Wacht es in der Nacht auf, so soll es eine bekannte Komponente im Bett vorfinden, an die es sich kuscheln kann. Bei uns fällt die Auswahl des Schlaf-Buddy bereits beim Schlafanzug Anziehen. Im engeren Kreis der Auswahl befinden sich immer die Lieblingskuscheltiere unserer Jungs – wen sie schlussendlich auswählen, bleibt allein ihre Entscheidung. 

Im Bett lesen wir dann meistens noch eine Geschichte vor. Anschließend machen wir das Licht aus und Papa darf noch eine selbst ausgedachte Geschichte erzählen. 

Foto:  LeManna / iStockphoto

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