Hamburg ist für Kinder vor allem eine Stadt am Wasser. Schiffe gucken, mit der Fähre fahren, unter der Elbe hindurchlaufen: Das Beste kostet kaum etwas, und vieles davon funktioniert schon mit Kleinkindern.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Kinder unter 6 Jahren fahren im HVV immer kostenlos, auch auf den Hafenfähren. Die Fähre 62 ab den Landungsbrücken ist die günstigste Hafenrundfahrt der Stadt.
- Unter 18 Jahren ist der Eintritt in vielen staatlichen Museen frei, zum Beispiel in der Hamburger Kunsthalle und im Altonaer Museum. Das Museum der Natur kostet für alle nichts.
- Plane einen großen und einen kleinen Programmpunkt pro Tag, nicht drei. Drei Tage reichen für Hafen, Speicherstadt und Tiere.
- In der Elbe zu baden ist lebensgefährlich, auch am flachen Elbstrand: Strömung, Sog und die Wellen der großen Schiffe sind tückisch.
- Ab dem 5. Oktober 2026 kostet die Plaza der Elbphilharmonie Eintritt: 5 Euro, Kinder von 3 bis 18 zahlen 3 Euro, jüngere nichts.
Die Ausflugsziele auf einen Blick
Die Tabelle ordnet 20 Ziele nach dem Alter, ab dem sie Kindern wirklich etwas bringen, nach Wetter, Kosten und Zeitbedarf. Die Zeiten sind grobe Richtwerte für einen Besuch mit Kindern, ohne Anfahrt.
| Ziel | Passt ab | Drinnen oder draußen | Kosten (Stand Oktober 2026) | Zeitbedarf |
|---|---|---|---|---|
| Fähre 62 ab Landungsbrücken | 0 Jahren | beides | HVV-Fahrkarte, unter 6 frei | gut 1 Std. hin und zurück |
| Hafenrundfahrt mit der Barkasse | 5 Jahren | beides | Kinder ca. 11,50 bis 16 € | 1 Std. |
| Alter Elbtunnel | 0 Jahren | drinnen | kostenlos | 30 bis 60 Min. |
| Elbstrand Övelgönne | 0 Jahren | draußen | kostenlos | 2 bis 3 Std. |
| Miniatur Wunderland | 4 Jahren | drinnen | Kinder unter 16: 13 €, unter 1 m frei | 2 bis 3 Std. |
| Grasbrookpark (Piratenspielplatz) | 2 Jahren | draußen | kostenlos | 1 bis 2 Std. |
| Plaza der Elbphilharmonie | 10 Jahren | draußen | 5 €, Kinder 3 bis 18: 3 € | 1 Std. |
| Internationales Maritimes Museum | 10 Jahren | drinnen | Familienkarte 38 €, unter 6 frei | 2 Std. |
| Chocoversum | 6 Jahren | drinnen | Kinder 6 bis 17 ca. 15 € | 1,5 Std. |
| Tierpark Hagenbeck | 0 Jahren | draußen | Kinder 4 bis 16: 19 €, unter 4 frei | halber bis ganzer Tag |
| Planten un Blomen | 0 Jahren | draußen | kostenlos | 2 bis 4 Std. |
| Stadtpark mit Planschbecken | 0 Jahren | draußen | kostenlos | 2 bis 4 Std. |
| Kinderbauernhof Kirchdorf | 0 Jahren | draußen | kostenlos | 1 bis 2 Std. |
| Wildgehege Klövensteen | 0 Jahren | draußen | kostenlos | 2 bis 3 Std. |
| KL!CK Kindermuseum | 1 Jahr | drinnen | 6,50 € p. P., Familienkarte 24 € | 2 bis 3 Std. |
| Museum der Natur (Zoologie) | 5 Jahren | drinnen | kostenlos | 1 bis 2 Std. |
| Kinderbibliothek der Zentralbibliothek | 0 Jahren | drinnen | kostenlos | 1 bis 2 Std. |
| Planetarium, Kindershow | 3 Jahren | drinnen | ca. 12 €, ermäßigt 7,50 € | 1 Std. |
| Indoorspielplatz rabatzz! | 1 Jahr | drinnen | ab 3 Jahren 17 €, 1 bis 3 Jahre 6 € | bis 4 Std. |
| Freilichtmuseum am Kiekeberg | 3 Jahren | beides | Kinder unter 18 frei | halber Tag |
Hafen, Elbe und Speicherstadt: die Klassiker
Wer zum ersten Mal mit Kindern in Hamburg ist, landet fast zwangsläufig an den Landungsbrücken. Das ist gut so, denn hier liegen drei Ziele im Abstand von wenigen Minuten.
Fähre 62 statt Hafenrundfahrt: Die Hafenfähren gehören zum HVV, jede normale Fahrkarte gilt, auch das Deutschlandticket. Die Linie 62 fährt ab Brücke 3 der Landungsbrücken über den Fischmarkt, Dockland und Neumühlen/Övelgönne bis Finkenwerder, etwa eine halbe Stunde pro Richtung. Unterwegs kommt sie den großen Containerschiffen im Hafen ziemlich nah. Bei gutem Wetter ist das Oberdeck der beste Platz; bei Regen sitzt ihr drinnen hinter großen Scheiben.
Hafenrundfahrt mit der Barkasse: Eine Stunde, mit Erklärungen eines Kapitäns, und die flachen Barkassen fahren auch in die Fleete der Speicherstadt, wo die Fähre nicht hinkommt. Je nach Anbieter zahlen Erwachsene etwa 20 bis 24 Euro, Kinder etwa 11,50 bis 16 Euro, wobei jeder Anbieter die Altersgrenzen anders zieht. Die Erklärungen sind auf Erwachsene zugeschnitten. Für Kinder unter fünf ist die Fähre deshalb oft die bessere Wahl, für Schulkinder mit Hafeninteresse lohnt die Barkasse.
Alter Elbtunnel: Mit dem Fahrstuhl geht es nach unten, dann laufen Kinder in einer gekachelten Röhre unter der Elbe hindurch zur anderen Seite, rund 400 Meter. Fußgänger zahlen nichts, der Tunnel ist bis auf die Silvesternacht rund um die Uhr offen. Nach der langen Sanierung sind seit Mai 2026 wieder beide Röhren geöffnet. Am Südufer wartet der Blick zurück auf Landungsbrücken und Elbphilharmonie.
Elbstrand Övelgönne: Mit der Fähre 62 bis Neumühlen/Övelgönne, dann sind es nur ein paar Schritte zum Sandstrand. Gleich am Anleger liegt der Museumshafen mit alten Schiffen. Am Strand buddeln Kinder im Sand, während die Containerschiffe vorbeiziehen.
Miniatur Wunderland: Die größte Modelleisenbahn der Welt in der Speicherstadt ist das Ziel, auf das sich die meisten Kinder freuen. Erwachsene zahlen 22 Euro, Kinder unter 16 Jahren 13 Euro, und wer kleiner als ein Meter ist, kommt in Begleitung der Eltern kostenlos hinein. Kauf die Tickets vorher online, sonst steht ihr an. Plane zwei bis drei Stunden ein; kleinere Kinder brauchen an den Anlagen manchmal einen Tritt oder einen Arm zum Hochheben.
Grasbrookpark: Nur ein paar hundert Meter weiter in der HafenCity steht ein großes hölzernes Piratenschiff mitten in einem Wasserbecken, dazu Schaukeln, Rutschen, Sand und eine Kletterwand. Der Spielplatz ist kostenlos und der ideale Ausgleich nach zwei Stunden Miniatur Wunderland. Im Sommer wird aus dem Becken ein Wasserspielplatz, also Wechselsachen einpacken.
Plaza der Elbphilharmonie: Der Rundgang in 37 Metern Höhe bietet einen weiten Blick über Hafen und Stadt. Ab dem 5. Oktober 2026 kostet er Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro für Kinder und Jugendliche von 3 bis 18 Jahren, Kinder unter drei bleiben frei. Für Kleinkinder ist der Ausblick weniger spannend als die lange, gewölbte Rolltreppe nach oben.
Hamburg mit Kindern nach Alter
Die Gruppen nennen das Alter, in dem ein Ziel am meisten bringt; ab wann es überhaupt passt, steht in der Tabelle oben. Beides ist eine Orientierung: Ein Fünfjähriger, der Schiffe liebt, hat im Maritimen Museum mehr Spaß als ein Zehnjähriger, der nur mitgeschleppt wird.
Unter 3 Jahren: In diesem Alter zählen kurze Wege, Tiere, Sand und Wasser. Gut passen:
- Planten un Blomen mit dem großen Spielplatz Bullerberge und dem Wasserspielplatz am Parksee
- Stadtpark mit einem Planschbecken von rund 3.000 Quadratmetern mitten in einer großen Sandfläche
- Kinderbauernhof Kirchdorf in Wilhelmsburg, mit über 260 Tieren und freiem Eintritt
- Fähre 62, denn Kinder unter sechs fahren ohnehin kostenlos
- Tierpark Hagenbeck, in dem Kinder unter vier keinen Eintritt zahlen
3 bis 6 Jahre: Jetzt kommen Ziele dazu, die Geduld für eine oder zwei Stunden verlangen:
- Tierpark Hagenbeck mit großem Abenteuerspielplatz am Restaurant am Spielplatz
- KL!CK Kindermuseum in Osdorf mit Mitmach-Ausstellungen, aktuell zum Thema Farben
- Grasbrookpark mit dem Piratenschiff
- Kindershows im Planetarium, einige ab drei Jahren wie „Der kleine Häwelmann“
- Alter Elbtunnel, der in diesem Alter oft am meisten beeindruckt
7 bis 10 Jahre: Kinder in diesem Alter wollen verstehen, wie etwas funktioniert:
- Miniatur Wunderland, das in diesem Alter am meisten Wirkung hat
- Chocoversum, eine 90-minütige Führung vom Kakao bis zur Tafel, empfohlen ab etwa sechs
- Museum der Natur mit dem früheren NDR-Walross Antje, einem Narwal und Walskeletten
- Hafenrundfahrt mit der Barkasse samt Erklärungen
- Freilichtmuseum am Kiekeberg mit alten Höfen, Tieren und Mitmachprogrammen in den Ferien
Ab 10 Jahren: Ältere Kinder dürfen auch abends und länger unterwegs sein:
- Internationales Maritimes Museum im Kaispeicher B mit Schiffsmodellen auf mehreren Decks
- Plaza der Elbphilharmonie mit dem Blick über den Hafen
- Wasserlichtkonzerte in Planten un Blomen, von Mai bis August um 22 Uhr, im September um 21 Uhr, kostenlos
- rabatzz! mit dem Hochseilgarten SkyTrail, für den Kinder mindestens 130 Zentimeter groß sein müssen
Hamburg mit Kindern bei Regen: Museen und Indoor-Ziele
In Hamburg regnet es oft, und viele der beliebtesten Kinderziele liegen ohnehin drinnen.
Freier Eintritt unter 18: In vielen staatlichen Museen zahlen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren keinen Eintritt, darunter die Hamburger Kunsthalle, das Museum für Kunst und Gewerbe und das Altonaer Museum. Für Familien heißt das: Nur die Erwachsenen zahlen. Das Museum der Natur Hamburg (Zoologie) an der Bundesstraße kostet für alle nichts und hat dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, an Feiertagen ist es geschlossen.
KL!CK Kindermuseum: Das Kindermuseum setzt auf Mitmachen und Ausprobieren. Es sitzt derzeit in einem Übergangsquartier am Brandstücken 43–45 in Osdorf. Eintritt ab dem ersten Geburtstag 6,50 Euro, die Familienkarte für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder kostet 24 Euro. Einige Bereiche betretet ihr ohne Straßenschuhe, Hausschuhe also einpacken.
Miniatur Wunderland und Internationales Maritimes Museum: Beide liegen in der Speicherstadt und HafenCity, nur wenige Minuten zu Fuß voneinander. Für das Maritime Museum gibt es Familienkarten: 38 Euro für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder von 6 bis 17 Jahren, 21 Euro für einen Erwachsenen mit bis zu vier Kindern. Kinder unter sechs sind frei.
Chocoversum: Am Meßberg, ebenfalls nah an der Speicherstadt. Die Führung dauert anderthalb Stunden, unterwegs darf probiert werden. Kinder unter sechs zahlen nichts, für 6- bis 17-Jährige kostet die Führung etwa 15 Euro.
Kinderbibliothek der Bücherhallen: Die Zentralbibliothek am Hühnerposten liegt wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt und hat eine eigene Kinderbibliothek. Lesen, Spielen und Ausruhen kosten nichts, und bei Dauerregen ist das eine der entspanntesten Stunden des Tages.
rabatzz! in Eidelstedt: Hamburgs größter Indoorspielplatz hat 3.500 Quadratmeter auf zwei Etagen, mit Riesenrutsche, Trampolin und einem eigenen Bereich für Kleinkinder. Ohne Online-Reservierung kommt ihr nicht hinein. Kinder ab drei und Erwachsene zahlen 17 Euro, Kinder von eins bis drei 6 Euro, Babys nichts; das Ticket gilt vier Stunden. Unter der Woche öffnet der Spielplatz erst um 14 Uhr.
Ein kompletter Regentag: Am Vormittag ins Miniatur Wunderland, mittags essen in der HafenCity, nachmittags ins Chocoversum oder, für Jüngere, mit der U-Bahn zum Museum der Natur. Mit Kindern unter fünf passt das KL!CK am Vormittag besser, danach reicht ein ruhiger Nachmittag in der Kinderbibliothek.
Kostenlos in Hamburg: Parks, Spielplätze und Geheimtipps
Ein Hamburg-Tag muss nicht teuer sein. Einige der Ziele, die Kinder am längsten beschäftigen, kosten keinen Cent.
Planten un Blomen: Der Park zwischen Dammtor und Messe hat zwei große Spielplätze, darunter die Bullerberge mit Wasserspielen, und einen Wasserspielplatz direkt am Parksee. Von Mai bis September laufen am Parksee tagsüber Wasserspiele, abends die Wasserlichtkonzerte mit Musik, jeweils etwa 25 Minuten lang. Trampoline und Minigolf im Park kosten extra.
Stadtpark: Das Planschbecken des großen Spielplatzes liegt in einem breiten Sandstreifen, dazu kommen Klettergerüste, eine eiserne Elefantenfamilie und ein „versunkenes Schiff“. Gleich nebenan liegt das Naturbad Stadtparksee; es kostet Eintritt und ist nur in der Badesaison geöffnet.
Alter Elbtunnel und Elbstrand: Beide Ziele aus dem Hafen-Abschnitt sind kostenlos. Zusammen mit der Fähre 62 (für Kinder unter sechs gratis) ergibt das einen vollen Hafentag für den Preis einer Tageskarte.
Wildgehege Klövensteen: Im Forst in Rissen leben Rothirsche, Damhirsche, Wildschweine, Mufflons, Waschbären und Uhus. Der Eintritt ist frei, das Gehege hat mittwochs bis sonntags geöffnet, im Sommerhalbjahr von 10 bis 18 Uhr, im Winterhalbjahr kürzer. Prüf die aktuellen Zeiten vorher beim Bezirk Altona. Füttern ist verboten, weil mitgebrachtes Futter die Tiere krank macht. Ein Spielplatz und ein Kiosk verlängern den Besuch.
Kinderbauernhof Kirchdorf: Der gemeinnützige Hof in Wilhelmsburg nimmt von Familien keinen Eintritt. Über 260 Tiere leben dort, Kinder dürfen sie anschauen, streicheln und beim Füttern helfen.
Geheimtipps:
- Willkomm-Höft in Wedel: Große Schiffe werden mit ihrer Nationalhymne begrüßt, zum Zuschauen braucht es kein Ticket. Die S-Bahn S1 fährt bis Wedel.
- Fähre 62 bis Finkenwerder und zurück, für Kinder, die einfach nur Schiff fahren wollen.
- Museumshafen Övelgönne: Die alten Schiffe am Anleger Neumühlen lassen sich vom Ufer aus ansehen, ohne dass etwas kostet.
Tagesausflüge ins Umland
Rund um Hamburg gibt es Ziele, für die sich ein ganzer Tag lohnt. Die Ziele im Norden haben wir mit unseren Kindern selbst besucht und eigene Berichte dazu geschrieben.
Im Süden und Westen:
- Freilichtmuseum am Kiekeberg in Rosengarten-Ehestorf, südlich von Harburg: alte Bauernhöfe, Tiere, Werkstätten. Kinder und Jugendliche unter 18 zahlen keinen Eintritt, Erwachsene 11 Euro.
- Altes Land: das große Obstanbaugebiet an der Elbe, im Frühjahr zur Blüte und im Sommer und Herbst zur Ernte mit Hofläden. Die frühere Fähre von Blankenese nach Cranz fährt seit Herbst 2024 nicht mehr; mit der Fähre 62 bis Finkenwerder und von dort weiter mit dem Bus kommst du ins Alte Land, den Fahrplan prüfst du vorher beim HVV.
- Wedel mit Willkomm-Höft und dem Elbufer, gut mit dem Wildgehege Klövensteen zu kombinieren.
Im Norden, selbst besucht:
- Tierpark Neumünster: heimische Tiere in einem Waldgelände und am Ende ein großer Spielplatz. Aus dem Hamburger Norden gut eine Stunde Fahrt.
- Hofcafé Landhaus Saggau in Ellerau: riesige Tortenstücke und danach ein Blick in den Kuhstall zu den Kälbern.
- Feuerwehr-Spielplatz in Norderstedt: kostenlos, verkehrsberuhigt, für Kinder von etwa einem Jahr bis ins Grundschulalter, direkt am Feuerwehrmuseum Schleswig-Holstein.
- Erdbeeren selbst pflücken in Norderstedt und Quickborn: von etwa Mitte Mai bis Anfang Juli.
- Heidelbeeren selbst pflücken in Willenscharen: im Juli und August, mit dem Trecker aufs Feld.
Wer im Hamburger Norden wohnt und für das Kleinkind etwas Regelmäßiges sucht, findet bei unserem Eltern-Kind-Turnen in Norderstedt die Vereine der Gegend. Wenn es Achterbahnen sein sollen: Der Hansa-Park an der Ostsee und der Heide Park in Soltau liegen am nächsten, beide stehen mit Altersempfehlung in unserer Übersicht der Freizeitparks für Kinder.
Planung: HVV, Hamburg CARD und wie viel an einem Tag geht
Bus, Bahn und Fähre: Kinder unter sechs Jahren fahren im HVV immer kostenlos. Von 6 bis 14 Jahren gibt es ermäßigte Kinderfahrkarten. Mit einer Tageskarte fahren ein Erwachsener und bis zu drei Kinder von 6 bis 14 Jahren zusammen. Die Hafenfähren sind in allen Fahrkarten enthalten.
Hamburg CARD: Die Einzelkarte gilt für einen Erwachsenen und bis zu drei Kinder von 6 bis 14 Jahren, enthält Bus, Bahn und Fähren im HVV sowie Rabatte bei über 150 Partnern. Seit Januar 2026 kostet sie 12,90 Euro für einen Tag und 35,90 Euro für drei Tage. Die Gruppenkarte für bis zu fünf Personen jeden Alters kostet 24,90 Euro pro Tag. Ob sie sich lohnt, hängt an den Eintritten: Bei einem Programm aus Parks, Fähre und kostenlosen Museen reicht oft die Tageskarte des HVV.
Wie viel an einem Tag geht: Mit Kindern realistisch ein großes Ziel am Vormittag und ein kleines am Nachmittag. Speicherstadt, Hagenbeck und Stadtpark liegen weit auseinander, für jeden Wechsel brauchst du eine längere Fahrt mit U-Bahn oder Bus. Such dir zu jedem Hauptziel einen Spielplatz in der Nähe, bevor die Stimmung kippt.
Ein Tag Hamburg: Vormittags Landungsbrücken und Alter Elbtunnel, dann mit der Fähre 62 nach Övelgönne an den Elbstrand. Bei Regen tauschst du den Strand gegen das Miniatur Wunderland.
Drei Tage Hamburg mit Kindern:
- Hafen und Elbe: Landungsbrücken, Alter Elbtunnel, Fähre 62, Elbstrand Övelgönne.
- Speicherstadt und HafenCity: Miniatur Wunderland am Vormittag, Grasbrookpark am Nachmittag; mit älteren Kindern noch die Plaza der Elbphilharmonie oder das Maritime Museum.
- Tiere oder Parks: Tierpark Hagenbeck für einen ganzen Tag, oder Planten un Blomen und Stadtpark, wenn es kostenlos bleiben soll. Bei Regen tritt das Museum der Natur oder das KL!CK an diese Stelle.
Übernachten: Für einen Städtetrip mit Kindern liegt man nahe einer U- oder S-Bahn-Station am besten; Landungsbrücken, HafenCity und der Hauptbahnhof sind von dort schnell erreichbar. Ein bestimmtes Hotel empfehlen wir nicht.
Unser Fazit
Hamburg mit Kindern gelingt am besten am Wasser. Fähre 62, Alter Elbtunnel und Elbstrand kosten zusammen kaum mehr als eine Tageskarte und bleiben Kindern länger im Kopf als manche teure Attraktion. Das Miniatur Wunderland ist der eine Eintritt, der sich fast immer lohnt, und für Regentage hat die Stadt mit freiem Museumseintritt unter 18 und dem Kindermuseum genug Auswahl.
Plane pro Tag weniger, als du dir vornimmst, und hab einen Spielplatz in der Hinterhand. Wenn nach Hamburg die nächste Stadt dran ist: Berlin mit Kindern. Und wer lieber raus aus der Stadt will, startet mit dem Tierpark Neumünster oder einem Nachmittag im Hofcafé Landhaus Saggau.
Häufige Fragen
Was sind coole Aktivitäten in Hamburg mit Kindern?
Ab etwa vier Jahren begeistern sich Kinder vor allem für das Miniatur Wunderland, die Fahrt mit der Hafenfähre 62 an den Containerschiffen vorbei und den Gang durch den Alten Elbtunnel unter der Elbe. Kleinere Kinder sind mit dem Piratenschiff im Grasbrookpark, den Tieren bei Hagenbeck oder dem großen Planschbecken im Stadtpark glücklicher. Für Größere ab zehn kommen das Internationale Maritime Museum und der Rundgang auf der Plaza der Elbphilharmonie dazu.
Was sind die Must-dos in Hamburg mit Kindern?
Hafen und Elbe gehören bei jedem Besuch dazu: Landungsbrücken, Alter Elbtunnel und eine Fahrt mit der Fähre 62 oder einer Barkasse. Dazu kommt das Miniatur Wunderland in der Speicherstadt. Mit kleinen Kindern ersetzt Hagenbeck oder Planten un Blomen gut einen zweiten Stadtprogrammpunkt.
Welche Veranstaltungen für Kinder gibt es in Hamburg?
Der Hamburger DOM auf dem Heiligengeistfeld findet dreimal im Jahr statt, im Mai feiert die Stadt den Hafengeburtstag. In Planten un Blomen spielt von Mai bis September eine Kinderbühne mit Clowns, Puppentheater und Zauberei. Feste Kindertheater sind etwa das Allee Theater (Theater für Kinder) in Altona und das Fundus Theater. Das Planetarium im Stadtpark zeigt eigene Kindershows, einige schon ab drei Jahren.
Welche Tagesausflüge mit Kindern gibt es rund um Hamburg?
Im Süden liegen das Freilichtmuseum am Kiekeberg, in dem Kinder unter 18 keinen Eintritt zahlen, und das Alte Land mit seinen Obsthöfen. Im Westen begrüßt Willkomm-Höft in Wedel große Schiffe mit ihrer Nationalhymne. Im Norden kommen der Tierpark Neumünster, das Hofcafé Landhaus Saggau in Ellerau mit Kuhstall und der Feuerwehr-Spielplatz in Norderstedt dazu.
Was kann man in Hamburg mit Kindern bei Regen machen?
Das Miniatur Wunderland, das Kindermuseum KL!CK, das Chocoversum und das Museum der Natur mit freiem Eintritt sind die verlässlichsten Ziele. Für Kinder und Jugendliche unter 18 ist der Eintritt in vielen staatlichen Museen frei, etwa in der Hamburger Kunsthalle. Wer toben will, geht ins rabatzz! in Eidelstedt; dort ist eine Reservierung vorab Pflicht.
Wie viele Tage braucht man für Hamburg mit Kindern?
Drei Tage sind ein guter Rahmen: ein Tag für Hafen und Elbe, einer für Speicherstadt und HafenCity, einer für Tiere oder Parks. Mit einem großen und einem kleinen Programmpunkt pro Tag bleibt genug Luft für Pausen und Spielplätze.



