Familienalltag mit drei Kindern aus Norddeutschland
Spielen & Kreativ

Fasching basteln im Kindergarten: Ideen nach Alter

Bastian und Regina Veröffentlicht am 14. Oktober 2026 9 Min. Lesezeit
Selbst gebastelte Papierkrone, Pappteller-Katzenmaske am Stab, Partyhut und Krepppapier-Girlanden auf einem hellen Holztisch

Fasching im Kindergarten heißt: zwanzig Kinder, ein Tisch voller Papier und die Frage, was die Zweijährigen eigentlich schon können, während die Vorschulkinder längst selbst schneiden wollen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Unter 3 Jahren: reißen, kleben, stempeln, malen. Ein Stirnband-Hut, Wimpel für die Girlande oder ein Tanzstab sind machbar, Zuschneiden und Tackern übernimmst du.
  • Ab 3 Jahren: Masken am Stab und Kronen aus vorbereiteten Teilen. Das Kind gestaltet, du schneidest Augenlöcher und Zacken.
  • Ab 5 Jahren: Mehrschritt-Ideen wie Zauberhut, Piñata und Fernrohr, mit eigenem Schneiden entlang einer Linie.
  • Kein Band um den Hals, und bei Masken für Jüngere den Stab statt des Gummibands.
  • Kein Kleinkram für Krippenkinder: Pailletten, Perlen und Wackelaugen bleiben in der Kiste.
  • Trocknung mitplanen: erst malen, dann kleben, dazwischen etwas anderes machen.

Fasching basteln mit Kindern unter 3

Krippenkinder wollen mitmachen, aber eine Anleitung mit fünf Schritten hält in diesem Alter kaum jemand durch. Wähle Dinge, die mit der ganzen Hand gehen, etwa Papier reißen, mit dem Klebestift über eine Fläche fahren, Schnipsel andrücken, mit Fingerfarbe oder einem Korken stempeln. Schneiden mit der Kinderschere gelingt vielen erst mit vier bis fünf. Du bereitest also die Formen vor, das Kind füllt sie.

Wähle das Material so groß, dass es nicht im Mund verschwindet. Papierschnipsel landen trotzdem mal zwischen den Zähnen, deshalb bleibst du als Erwachsener am Tisch.

Stirnband-Hut aus Tonpapier

Material: Tonpapier-Streifen (etwa 6 cm breit, so lang, dass er um den Kopf passt, plus etwas Zugabe), Papierschnipsel aus Seiden- oder Glanzpapier, Klebestift, Tacker, Klebeband, nach Wunsch Krepppapierstreifen.

  1. Du schneidest den Streifen zu und misst ihn grob am Kopf des Kindes ab, bevor es losgeht.
  2. Das Kind streicht den Streifen abschnittsweise mit Klebestift ein und drückt Schnipsel darauf.
  3. Wenn alles hält, legst du den Streifen um den Kopf, tackerst ihn zu einem Ring und klebst die Klammern innen mit Klebeband ab, damit nichts in die Stirn pikst.

Wenn du magst, klebst du hinten zwei, drei kurze Krepppapierstreifen an, die beim Laufen flattern. Lass sie nicht länger sein als bis zum Nacken. Der Ring sitzt auf dem Kopf und braucht kein Band unter dem Kinn.

Girlande aus Wimpeln

Jedes Kind gestaltet einen Wimpel, zusammen wird daraus Deko für den Gruppenraum. Das passt gut zur Krippe, weil kein Kind ein fertiges Einzelstück schaffen muss.

Material: Wimpel aus Tonpapier oder festem Papier (du schneidest sie vor), Fingerfarbe, Korken oder Schwammstücke zum Stempeln, Schnur, Locher.

  1. Das Kind stempelt oder tupft Farbe auf seinen Wimpel. Mehrere Farben übereinander sehen nach Konfetti aus.
  2. Nach dem Trocknen lochst du jeden Wimpel oben zweimal und fädelst ihn auf.
  3. Du hängst die Girlande so auf, dass die Kinder sie sehen, aber nicht daran ziehen können.

Tanzstab aus der Küchenrolle

Material: Küchenrolle, Fingerfarbe oder Tonpapier zum Umkleben, Krepppapierstreifen, Klebeband.

  1. Das Kind bemalt die Rolle oder beklebt sie mit Papierstücken.
  2. Du klebst an ein Ende mehrere Krepppapierstreifen fest. Halte die Streifen kurz, dann wickeln sie sich nicht um Hals oder Beine.
  3. Danach tanzt ihr.

Mehr Ideen für die ganz Kleinen stehen bei unseren Spielideen für 1- und 2-Jährige.

Masken, Kronen und Hüte ab 3 Jahren

Mit drei bis vier Jahren können Kinder schon gezielter arbeiten: eine Fläche ausmalen, Teile an eine bestimmte Stelle kleben, Krepppapier in Streifen reißen. Was Genauigkeit verlangt, bereitest du vor. So entsteht ein Stück, das wirklich nach Löwe oder König aussieht, und es ist trotzdem vom Kind.

IdeeDas KindDu
Pappteller-Maske am Stabbemalt, klebt Mähne oder Haare aufschneidest Augenlöcher, klebst den Stab an
Zackenkronebeklebt mit Papier-Juwelenschneidest die Zacken, tackerst den Ring
Stirnband-Hut (wie oben)beklebt, klebt Bänder anschneidest zu, tackerst

Pappteller-Maske am Stab

Material: Pappteller (unbeschichtet nimmt Farbe besser an), Deck- oder Fingerfarbe, Krepppapier, Tonpapier (für Katzenohren), Bastelkleber, ein Holzstab (etwa ein Rührstab oder Schaschlikspieß ohne Spitze), Klebeband, Schere.

  1. Du hältst den Teller ans Gesicht des Kindes und markierst, wo die Augen sitzen. Erst dann schneidest du die Löcher aus, lieber zu groß als zu klein.
  2. Das Kind bemalt die Rückseite des Tellers, also die gewölbte Seite, und lässt sie trocknen.
  3. Für die Löwenmähne reißt das Kind gelbes und orangefarbenes Krepppapier in Streifen und klebt sie rund um den Rand. Für eine Katze reichen zwei aufgeklebte Ohren aus Tonpapier, die du ausschneidest.
  4. Du klebst den Stab innen am unteren Rand fest, mit reichlich Klebeband, damit er beim Spielen nicht abbricht.

Die Maske am Stab hat einen praktischen Vorteil, denn wer nichts mehr sehen will, nimmt sie einfach runter. Bei Spießen schneidest du die Spitze ab, bevor das Kind den Stab in die Hand bekommt.

Zackenkrone

Material: Streifen aus Gold- oder Tonpapier (etwa 10 cm breit), Glanzpapier für Juwelen, Klebestift, Tacker, Klebeband.

  1. Du zeichnest mit dem Lineal Zacken auf den Streifen und schneidest sie aus.
  2. Das Kind klebt Juwelen aus gerissenem oder vorgeschnittenem Glanzpapier auf.
  3. Du legst die Krone um den Kopf, tackerst sie zu und klebst die Klammern innen ab.

Nimm Glanzpapier, dann glitzert die Krone, und es bleibt kein Glitzerstaub im Gruppenraum hängen.

Ideen für Kinder ab 5 Jahren

Vorschulkinder wollen selbst schneiden, und viele können es entlang einer vorgezeichneten Linie. Sie halten auch mehrere Schritte durch, wenn zwischendrin etwas trocknen darf. Du kannst die Ideen deshalb gut über zwei Tage laufen lassen.

Zauberhut aus Tonkarton

Material: Tonkarton in DIN A3, Bleistift, ein Faden, Kinderschere, Bastelkleber oder doppelseitiges Klebeband, Sterne aus Glanzpapier, zwei Haarklammern.

  1. Du knotest den Bleistift an einen Faden und hältst das andere Ende in einer Ecke des Kartons fest. So zeichnest du einen Viertelkreis, so groß wie das Blatt es hergibt.
  2. Das Kind schneidet den Viertelkreis entlang der Linie aus.
  3. Es beklebt die Fläche mit Sternen, solange sie noch flach liegt. Das geht leichter als auf dem fertigen Hut.
  4. Du hilfst beim Rollen: Die beiden geraden Kanten überlappen, bis die Spitze geschlossen ist, dann wird verklebt.
  5. Mit zwei Haarklammern hält der Hut im Haar. Ein Gummiband unter dem Kinn braucht es nicht.

Piñata aus der Käseschachtel

Material: runde Käseschachtel oder eine kleine Pappschachtel, Krepppapier in mehreren Farben, Kinderschere, Bastelkleber, Schnur, Füllung (Popcorn oder verpackte Süßigkeiten); für die Variante zum Ziehen zusätzlich Seidenpapier und ein Band.

  1. Das Kind schneidet Krepppapier in breite Streifen und schneidet an einer Längsseite Fransen ein, ohne ganz durchzuschneiden.
  2. Es klebt die Streifen in Reihen um die Schachtel, von unten nach oben, sodass jede Reihe die vorige halb überdeckt.
  3. Du stichst zwei Löcher in den Deckel und ziehst die Schnur zum Aufhängen durch.
  4. Kurz vor dem Fest füllt ihr die Piñata.

Für eine ganze Gruppe nimmst du besser eine Piñata zum Aufziehen, sie ist ruhiger als eine zum Schlagen. Statt des Pappbodens klebst du Seidenpapier ein und befestigst daran ein Band. Alle ziehen der Reihe nach, bis das Papier nachgibt. Schlagt ihr doch, lass nur das Kind mit dem Stock in der Nähe stehen, die anderen warten mit Abstand.

Fernrohr aus der Küchenrolle

Für Piraten-Kostüme. Das Kind beklebt eine Küchenrolle mit Tonpapier oder bemalt sie, klebt einen Streifen in anderer Farbe als Ring um beide Enden und fertig. Wenn du willst, verbindest du zwei Rollen zum Fernglas und klebst sie dafür mit Klebeband nebeneinander.

Deko für den Gruppenraum

Deko ist das Projekt für die ganze Gruppe, weil jedes Kind etwas beiträgt und am Ende ein großes Stück hängt. Neben der Wimpel-Girlande aus der Krippe kannst du diese Ideen nehmen:

  • Luftschlangen aus Papier: Ältere Kinder schneiden lange Streifen aus Tonpapier oder buntem Altpapier und kringeln sie um einen Bleistift. Jüngere kleben Papierstreifen zu einer Kette aus Ringen zusammen, die du vorher zuschneidest.
  • Konfetti aus Altpapier: Du lochst Zeitschriftenseiten mit dem Locher. Das ist eine gute Aufgabe für Kinder, die mit dem Basteln schon fertig sind. Lass loses Konfetti in der Krippe weg, weil es in den Mund wandert.
  • Clownsgesichter fürs Fenster: Ihr bemalt Pappteller, klebt eine rote Nase aus Tonpapier auf und Krepppapier als Haare. Mit Klebeband klebst du sie innen an die Scheibe.

Viel davon baust du aus dem, was ohnehin im Altpapier liegt. Wie ihr eine Bastelkiste dafür anlegt und was dort nicht hineingehört, steht bei unseren Recycling-Projekten. Willst du zu Fasching auch mit Farbe arbeiten, findest du bei den Kunstprojekten für Kinder Techniken wie Handabdruck und Schablonenmalerei, die du auf Masken und Wimpel übertragen kannst.

Basteln in der Gruppe: Organisation und Sicherheit

Mit zwanzig Kindern scheitert das Basteln selten an der Idee, eher an der Organisation. Was hilft:

  • Stationen statt Reihe. Ein Maltisch, ein Klebetisch, ein Platz zum Trocknen. Die Kinder wechseln in kleinen Gruppen, und du stehst nicht vor zwanzig Tellern gleichzeitig.
  • Teile am Vortag vorbereiten. Kronenzacken und Wimpel zuschneiden und Viertelkreise anzeichnen kostet dich bei der ganzen Gruppe Zeit. Die Augenlöcher schneidest du erst, wenn der Teller am Kind anliegt. Eine Schablone aus Karton, die du einmal ausschneidest und dann umfährst, spart beim Anzeichnen viel davon.
  • Namen zuerst. Schreib vor dem Malen den Namen auf die Rückseite. Nach dem Trocknen sehen sich fünf Löwenmasken erstaunlich ähnlich.
  • Trocknung einplanen. Fingerfarbe auf Pappe braucht oft länger, als du denkst. Erst malen, dann spielen oder rausgehen, danach kleben.

Zur Sicherheit, vor allem bei den Jüngsten:

  • Nichts um den Hals. Häng keine Bänder und Schnüre in den Halsbereich einer Verkleidung, auch nicht einer selbstgebastelten.
  • Gummiband nur bei Älteren. Eine Maske mit Gummiband verrutscht leicht vor die Augen, und dann sieht das Kind nichts mehr. Ab etwa fünf Jahren klappt ein breites Gummiband hinter dem Kopf, wenn die Augenlöcher groß genug sind. Jüngere bekommen die Maske am Stab.
  • Augenlöcher am Kind abmessen. Halte den Rohling ans Gesicht, markiere, dann schneide.
  • Kleinteile bei unter Dreijährigen weglassen. Spielzeug für Kinder unter drei Jahren darf nach der Spielzeugnorm EN 71 keine verschluckbaren Kleinteile enthalten. Für das Bastelmaterial in der Krippe ist das ein guter Maßstab: keine Pailletten, Perlen, Wackelaugen oder kleinen Pompons.
  • Glitzer ersetzen. Loser Glitzer ist meist Kunststoff, landet in Augen und auf allem im Raum. Nimm Glanzpapier und Goldkarton, sie glänzen auch.
  • Heißkleber und Tacker bleiben bei dir. Deck Tackerklammern innen mit Klebeband ab und nimm Spieße ohne Spitze.

Unser Fazit

Fang beim Alter an, nicht beim Motiv. In der Krippe reicht ein Hut zum Bekleben oder ein Wimpel für die gemeinsame Girlande, ab drei wird die Pappteller-Maske am Stab zum Lieblingsstück, und Vorschulkinder wollen mit Zauberhut und Piñata selbst schneiden und kleben. Bereite die Teile am Vortag vor und plane die Trocknung ein, dann bleibt am Basteltag mehr Zeit für die Kinder.

Nach Fasching geht es mit Osterkörbchen zum Basteln weiter, viele davon aus denselben Papptellern und Rollen. Und im Herbst steht wieder der Halloween-Kürbis an.

Häufige Fragen

Was kann man mit Kindern unter 3 zu Fasching basteln?

Alles, was mit Reißen, Kleben, Stempeln und Malen auskommt: einen Stirnband-Hut aus Tonpapier, den die Kinder mit Schnipseln bekleben, Wimpel für eine Girlande oder einen Tanzstab aus der Küchenrolle mit Krepppapierbändern. Zuschneiden, Tackern und Aufhängen übernehmen die Erwachsenen. Pailletten, Perlen, Wackelaugen und kleine Pompons bleiben weg, weil Krippenkinder sie in den Mund nehmen.

Welche Faschingsbastelei ist besonders einfach?

Die Pappteller-Maske am Stab. Der Teller ist die fertige Grundform, du schneidest nur die Augenlöcher aus und klebst einen Stab an. Das Kind bemalt den Teller und klebt Krepppapier als Haare oder Mähne auf. Mit Trocknungszeit ist das meist an einem Vormittag erledigt.

Brauche ich Vorlagen zum Ausdrucken?

Nein. Pappteller, Papierstreifen, Küchenrollen und Schachteln geben die Form vor. Für die Kronen-Zacken reicht ein Lineal, für den Zauberhut ein Faden mit Bleistift als Zirkel. Eine Vorlage aus Karton lohnt sich in der Kita trotzdem, wenn du dieselbe Form für die ganze Gruppe anzeichnen musst: einmal ausschneiden und dann immer wieder umfahren.

Was eignet sich zum Basteln in der Krippe?

Gemeinschaftsstücke wie eine Girlande, bei der jedes Kind einen Wimpel gestaltet, und einfache Sachen zum Tragen wie der Stirnband-Hut. Plane kurze Einheiten, die Kinder bemalen oder bekleben eine Fläche, dann ist Pause. Masken mit Gummiband passen in diesem Alter nicht, als Verkleidung reicht ein Hut zum Aufsetzen.

Wann sollte man in der Kita mit dem Faschingsbasteln anfangen?

Rechne vom Feiertag rückwärts. 2027 ist Rosenmontag am 8. Februar. Fingerfarbe und Bastelkleber brauchen Zeit zum Trocknen, und in einer großen Gruppe kommen nicht alle Kinder am selben Tag an die Reihe. Wer Ende Januar anfängt, hat Luft für Masken, Hüte und Deko.

Darf an Faschingsmasken für Kinder ein Gummiband sein?

Für Kinder ab etwa fünf Jahren geht ein breites Gummiband hinter dem Kopf, wenn die Maske gut sitzt und die Augenlöcher groß genug sind. Für jüngere Kinder ist die Maske am Stab die bessere Wahl: Sie verrutscht nicht vor die Augen, und das Kind nimmt sie einfach herunter. Bänder oder Schnüre um den Hals gehören an keine Verkleidung.

Geschrieben von Bastian und Regina

Wir sind Eltern von drei Kindern und schreiben seit 2018 auf Oh Happy Kids über unseren Familienalltag aus Norddeutschland — eigene Erfahrung kennzeichnen wir im Text, alles andere ist sorgfältig recherchiert.