Ein Osterkörbchen zu basteln ist eines der wenigen Bastelprojekte, bei denen das fertige Stück sofort gebraucht wird. Hier stehen vier Ideen, die für Kinder ab drei machbar sind: keine Vorlage, kein Flechten, kein Werkzeug außer Schere und einem Tacker, den der Erwachsene bedient.
Bei jeder Idee steht, was das Kind selbst schafft und was du übernimmst.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Vier Ideen aus Alltagsmaterial: Papiertüte, zwei Pappteller, Eierkarton, Klopapierrolle.
- Kinder ab 3 bemalen und bekleben, bei der Papiertüte kleben sie auch den Henkel an. Falzen, Tackern und Ausschneiden von Karton übernimmst du.
- Die einfachste Variante ist die Papiertüte, sie ist mit Trocknung in einem Vormittag fertig.
- Keine Vorlage nötig: Alles besteht aus Falten, Kleben, Heften und Ausschneiden.
- Lose Lebensmittel nie direkt in bemalte Körbchen legen: Obst nur verpackt oder auf einer Serviette. Eier mit Schale und Schokoeier in Folie sind in Ordnung.
Was Kinder ab 3 beim Basteln schon können
Mit drei Jahren klappt Grobmotorik: reißen, Farbe auftragen, mit dem Klebestift bestreichen und ein Stück Papier andrücken. Schwierig bleibt, was Genauigkeit verlangt. Schneiden mit der Kinderschere gelingt bei vielen erst ab vier bis fünf, Falten auf einer Linie und Tackern gehören dem Erwachsenen.
Diese Aufteilung gilt für alle vier Ideen; nur beim Hasen darf ein geübtes Kind die Ohren grob selbst ausschneiden.
| Idee | Das Kind | Du |
|---|---|---|
| Papiertüte | bemalt, beklebt, klebt den Henkel an | schlägst den Rand um, tackerst bei Bedarf den Henkel fest |
| Zwei Pappteller | bemalt und verziert | heftest die Teller, befestigst den Henkel |
| Eierkarton | bemalt, beklebt | schneidest die Mulde aus, stichst die Löcher, steckst den Pfeifenreiniger durch |
| Klopapierrolle | bemalt, klebt Ohren und Nase an, zeichnet das Gesicht | schneidest Ohren und Boden aus |
Rechne mit Trocknungszeit: Deckfarbe auf Pappe ist meist nach einer halben Stunde griffig, Fingerfarbe braucht oft länger. Ein sinnvoller Ablauf ist erst malen, dann etwas anderes spielen und danach kleben.
Idee 1: Körbchen aus der Papiertüte
Die Papiertüte ist die einfachste Idee, weil fast alles vom Kind kommt. Ein Vormittag reicht.
Material: Papiertüte (z. B. vom Bäcker, ohne Sichtfenster), Deck- oder Fingerfarben, Papierschnipsel oder Sticker, Klebestift, ein Streifen Tonpapier (etwa 3 × 25 cm), Tacker.
So geht’s:
- Du schlägst den oberen Rand der Tüte zwei- bis dreimal nach außen um, damit sie offen steht und stabil ist.
- Das Kind bemalt die Tüte außen und lässt sie trocknen.
- Danach beklebt es sie mit Papierschnipseln oder Stickern.
- Den Tonpapierstreifen klebt das Kind innen an die beiden Seiten. Wenn du Eier oder Obst hineinlegen willst, tackerst du die Enden zusätzlich fest.
Wo es schiefgeht: Zu nasse Farbe weicht die Tüte auf. Lieber wenig Farbe nehmen und eine zweite Schicht auftragen.
Idee 2: Körbchen aus zwei Papptellern
Das Taschen-Körbchen fasst mehr als der Eierkarton oder der Hase. Der Aufwand für dich ist etwas größer, das Kind bemalt trotzdem fast alles selbst.
Material: zwei Pappteller gleicher Größe, Farbe, Tacker, ein Streifen Tonpapier für den Henkel, Klebestift, Verzierungen (Sticker, Papierstreifen).
So geht’s:
- Das Kind bemalt die Außenseiten beider Teller und lässt sie trocknen. Erst wenn die Farbe trocken ist, kommen die Teller zusammen.
- Du legst die Teller mit den Innenseiten aufeinander und heftest die Ränder auf etwa der halben Länge zusammen. Die andere Hälfte bleibt offen und ist die Öffnung.
- Den Henkel aus einem Tonpapierstreifen befestigst du an den Seiten.
- Das Kind verziert die fertige Tasche mit Stickern oder Papierstreifen.
Idee 3: Mini-Körbchen aus dem Eierkarton
Eine Recycling-Idee für kleine Portionen: Aus einer Mulde des Eierkartons wird ein kleines Körbchen für ein, zwei in Folie verpackte Schokoeier.
Material: Eierkarton aus Pappe, Deckfarbe, Pfeifenreiniger für den Henkel, Bastelkleber, Schere, wer mag: Papierstreifen oder Wattebäusche zum Bekleben.
So geht’s:
- Du schneidest eine Mulde aus dem Karton aus und stichst mit der Schere zwei kleine Löcher an gegenüberliegenden Seiten in den Rand.
- Das Kind bemalt die Mulde außen und lässt sie trocknen.
- Du steckst einen Pfeifenreiniger durch beide Löcher und wickelst die Enden fest um den Henkel, damit nichts pikst und kein Drahtende in die Mulde ragt.
- Wer mag, beklebt das Körbchen mit Papierstreifen oder Wattebäuschen.
Nimm nur saubere, trockene Kartons und lass nach dem Basteln die Hände waschen, denn Eierverpackungen können Keime tragen.
Idee 4: Hasenkörbchen aus der Klopapierrolle
Eine Rolle wird zum Hasen, der ein oder zwei in Folie verpackte Schokoeier in sich trägt. Das Kind kann hier das erste Schneiden üben, aber nur an Papier und nur, wenn es die Kinderschere schon gut beherrscht.
Material: Klopapierrolle, rosa und weißes Tonpapier für Ohren und Boden, weiße oder rosa Farbe, Watte für die Nase, schwarzer Filzstift, Klebstoff, Schere.
So geht’s:
- Das Kind bemalt die Rolle außen weiß oder rosa und lässt sie trocknen.
- Du zeichnest zwei Ohren auf das Tonpapier und schneidest sie aus. Das Kind klebt sie innen an den oberen Rand der Rolle. Wenn es die Kinderschere schon gut beherrscht, darf es die Ohren grob selbst ausschneiden.
- Für den Boden zeichnest du einen Kreis auf Tonpapier, schneidest ihn aus und klebst ihn unter die Rolle.
- Das Kind klebt die Watte als Nase auf und zeichnet mit dem Filzstift Augen, Mund und Schnurrhaare. Aufgemalte Augen sind besser als Wackelaugen, die sich als Kleinteile lösen können.
Womit das Körbchen befüllen?
In Papiertüte und Papptellertasche kommt zuerst Papiergras hinein, das sich aus schmalen Papierstreifen selbst machen lässt. Darauf liegen Dinge, die nicht nur aus Schokolade bestehen:
- Kleine Beschäftigungen: Seifenblasen, Buntstifte, Sticker, ein kleiner Stempel oder eine Dose Knete.
- Obst: Mandarinen, dann aber verpackt oder auf einer Serviette, weil Deck- und Fingerfarben nicht für den Kontakt mit Lebensmitteln gedacht sind.
- Eier: hartgekochte Eier passen mit Schale in die Papiertüte und die Papptellertasche.
Der Eierkarton und der Hase fassen nur ein, zwei in Folie verpackte Schokoeier. Achte auf Kleinteile, wenn ein jüngeres Geschwisterkind mitspielt, zum Beispiel Murmeln oder kleine Figuren.
Unser Fazit
Fang mit der Papiertüte an, wenn dein Kind zum ersten Mal ein Körbchen bastelt. Sie gelingt fast immer, und das Kind hat den größten Anteil daran. Für die Papptellertasche und den Eierkarton brauchst du etwas mehr Hilfe; das Hasenkörbchen macht Spaß, wenn schon ein wenig Schneiden dabei sein darf.
Mehr Ideen, die sich aus Alltagsmaterial bauen lassen, stehen bei den Recycling-Projekten.
Häufige Fragen
Ab welchem Alter können Kinder Osterkörbchen basteln?
Ab etwa drei Jahren, wenn du die Arbeit aufteilst: Kinder in diesem Alter können bemalen, bekleben und Papierstücke reißen. Falzen, Tackern und Ausschneiden von Kartonteilen übernimmt ein Erwachsener. Schneiden mit der Kinderschere klappt bei vielen erst ab vier bis fünf.
Wie basteln wir ein Osterkörbchen schnell und einfach?
Am schnellsten geht die Papiertüte: oben umschlagen, bemalen, einen Henkel aus einem Papierstreifen ankleben. Mit Fingerfarben und Klebestift ist das an einem Vormittag erledigt, die Trocknung eingerechnet.
Kann man Osterkörbchen aus Naturmaterialien basteln?
Ja, aber nicht als geflochtenes Körbchen: Flechten ist für Kinder ab drei zu schwer. Machbar ist ein Papp- oder Papiertütenkörbchen, das mit Moos, kleinen Zweigen oder Blättern beklebt wird. Sammelt das Material vorher gemeinsam draußen ein; du siehst es durch und lässt Spitzes und Beeren weg.
Brauche ich eine Bastelvorlage zum Ausdrucken?
Für diese vier Ideen nicht. Alle vier bestehen aus Alltagsmaterial, das du nur falten, kleben, heften oder ausschneiden musst. Henkel gibt es bei drei Ideen: Papiertüte und Pappteller bekommen einen Papierstreifen, der Eierkarton einen Pfeifenreiniger.



