Der Dezember steht vor der Tür und der Adventskalender für die Kinder sollte am besten schon fertig sein. Aber jedes Jahr kommt Weihnachten immer wieder überraschend.
Damit du ein wenig Inspiration für deinen selbstgebastelten Adventskalender für Kinder bekommst, beantworten wir Dir die Frage:
Was kann in den Adventskalender rein?
Ein selbst gebastelter Adventskalender ist eine tolle Möglichkeit, ein paar kleine Geschenke schon in der Vorweihnachtszeit zu platzieren. So kann man die Zeit bis zum Weihnachtsfest ein wenig überbrücken und einen kleinen Spannungsbogen aufbauen.
Unser Sohn ist jetzt 20 Monate alt und wir haben uns dafür entscheiden, dass er dieses Jahr zum ersten Mal einen selbstgebastelten Adventskalender bekommt.
Naja, wir stimmt da nicht so ganz. Solche DIY-Projekte gehen zu 99% der Fälle immer von mir, der Mama, aus. Aber das ist total in Ordnung so. Mein Mann unterstützt mich dann bei der Umsetzung bzw. sorgt dafür, dass die Konten gedeckt sind. ;-)
Das Wichtigste auf einen Blick
- 24 Türchen wirken viel, sind es aber nicht – eine gute Mischung ist wichtiger als der Gegenwert.
- Mischen statt häufen: etwas zum Spielen, etwas zum Basteln oder Malen, etwas zum Erleben.
- Bewusst ohne Süßigkeiten – davon gibt es an Weihnachten ohnehin genug.
- Kleine Kinder kennen keine Preise. Der Stempel aus dem 1-Euro-Laden zählt genauso wie die Tonie-Figur.
- Schon ab etwa 20 Monaten lohnt sich der erste eigene Kalender.
- Früh anfangen – im Dezember ist die Auswahl dünn und die Nerven sind es auch.
Sind 24 kleine Geschenke zu viel?
Als ich vor dem Geschenkestapel saß, dachte ich kurz, ob ich es wohl etwas übertrieben habe? Es waren einige kleine und auch etwas größere Geschenke dabei.
Durchgezählt hatte ich sie noch nicht, aber es scheint, als wären es genug.
Dieses Jahr, so ist meine Meinung, kann der Kalender durchaus etwas teurer ausfallen. Unser Sohn weiß nicht, wie teuer beispielsweise eine Tonie-Figur oder die Stempel aus dem 1€-Laden sind. Er freut sich über beides gleichermaßen.
Wichtig war, dass wir hier auf eine gute Mischung aus Geschenken zum Spielen, zum Basteln / Malen und Erleben setzen. Auf der einen Seite steigern beispielsweise Bücher die Kreativität und auf der anderen Seite fördern Knete oder auch Stifte die Feinmotorik.
Gleichzeitig haben wir uns bewusst gegen Süßigkeiten entschieden. Davon wird es zu Weihnachten mit Sicherheit schon genug geben :)
Tolle Ideen für den Adventskalender
Und hier sind meine Geschenkideen für einen Adventskalender für knapp 2 jährige Kinder:
- Tonie-Figur (die besten Weihnachtslieder und Bobo Siebenschläfer) – warum die Toniebox bei uns seit Jahren läuft, steht separat
- Stempel mit unterschiedlichen Motiven
- Wachsmalstifte
- Knete
- Bücher (Kinderbuch.eu)
- Schleich-Figuren
- Feuerwehrauto (klein)
- Duplo Zubehör beispielsweise für den Zoo
- Puzzle
- Trecker (klein)
- Quetschies
- Knet-Zubehör
- Malbuch – Ideen zum Weitermalen findest du in unseren Kunstprojekten für Kinder
- Glitzerstifte
- Kreide
- Zubehör für einen Kaufmansladen oder Spielküche
Du siehst, wir haben “nur” 16 verschiedene Kategorien an Geschenken. Bücher oder Schleich-Tiere sind nämlich in mehreren Türchen enthalten.
Selbstverständlich haben wir bei der Verteilung darauf geachtet, dass nicht beispielsweise zwei Bücher an aufeinander folgenden Tagen enthalten sind.
Ich freue mich jetzt schon super doll auf den 01.12. und bin gespannt, wie unser Sohn das tägliche Päckchen Öffnen findet. Ich freue mich auf die heißen Augen die er machen wird und ein lautes: “Wow”, wenn er den Adventskalender das erste mal sieht. Und ich freue mich auf eine tolle Vorweihnachtszeit.
In den nächsten Jahren müssen wir dann schauen, dass die Gesamtmenge im Adventskalender nicht zu groß wird. Schließlich wächst der Anspruch sonst von Jahr zu Jahr. Noch mehr Ideen, sortiert nach Kategorien und mit Hinweisen zu Kleinteilen, findest du in unserem Artikel Adventskalender für 2-3 Jährige selbst befüllen.
Häufige Fragen
Sind 24 Geschenke für ein Kleinkind zu viel?
Nur, wenn es 24 verschiedene sind. Bei uns waren es 16 Kategorien, verteilt auf 24 Türchen – Bücher und Figuren kamen mehrfach vor. Das reicht völlig, und es verhindert, dass der Anspruch von Jahr zu Jahr wächst. Achte beim Verteilen darauf, dass gleichartige Geschenke nicht an aufeinanderfolgenden Tagen liegen.
Ab welchem Alter lohnt sich ein eigener Adventskalender?
Ab etwa eineinhalb bis zwei Jahren. Vorher versteht ein Kind das tägliche Ritual noch nicht, und das Auspacken ist interessanter als der Inhalt. Unser Sohn war beim ersten selbst gebastelten Kalender 20 Monate alt, und das hat gut funktioniert.
Süßigkeiten in den Adventskalender oder nicht?
Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, weil es zu Weihnachten ohnehin genug davon gibt. Wer beides will, mischt: ein Drittel Naschkram, ein Drittel Kleinigkeiten, ein Drittel Erlebnisgutscheine. Bei ganz kleinen Kindern gilt außerdem: keine ganzen Nüsse und nichts Verschluckbares.
Wie teuer darf ein selbst gebastelter Adventskalender sein?
Das entscheidest du – dein Kind merkt es nicht. Für einen Zweijährigen ist ein Stempel für einen Euro genauso spannend wie eine Hörfigur für fünfzehn. Genau deshalb lohnt es sich, günstige und teurere Sachen zu mischen, statt 24-mal in derselben Preisklasse zu kaufen.
Wann sollte ich anfangen zu basteln und zu kaufen?
Anfang November. Nicht wegen des Aufwands – das Verpacken schaffst du an einem Abend –, sondern damit Bestelltes rechtzeitig da ist und du in Ruhe über Flohmärkte gehen kannst.



