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Arbeitsblätter & Lernmaterial

Einmaleins-Übungsblätter für Klasse 2: Kostenlos zum Ausdrucken

Bastian und Regina Veröffentlicht am 18. September 2026 5 Min. Lesezeit
Kinderhand schreibt Einmaleins-Aufgaben auf ein Übungsblatt am Schreibtisch

Das kleine Einmaleins ist einer der ersten Stoffe in der Grundschule, bei dem reines Auswendiglernen gefragt ist – und genau das überfordert viele Kinder am Anfang. Mit regelmäßigem, kurzem Üben zuhause wird daraus meist kein Drama, sondern Routine.

Die Übungsblätter unten kannst du kostenlos herunterladen. Kein Newsletter, keine Anmeldung.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Alle zehn Reihen einzeln zum Üben – von der 1er- bis zur 10er-Reihe, dazu zwei Blätter mit gemischten Aufgaben.
  • Lösungsblatt zur Selbstkontrolle liegt direkt im PDF bei.
  • Empfohlene Reihenfolge: 10er, 5er, 2er zuerst – die lassen sich am leichtesten herleiten, das gibt schnelle Erfolgserlebnisse.
  • 10–15 Minuten, mehrmals die Woche wirken zuverlässiger als seltenes langes Pauken.
  • 7er und 8er gelten als am schwersten – normal, kein Grund zur Sorge.

Warum das Einmaleins zuhause üben hilft

In der Schule wird das Einmaleins eingeführt, hergeleitet und geübt – aber die Zeit dafür ist pro Kind begrenzt. Zuhause kannst du genau an der Reihe ansetzen, die gerade noch hakt, ohne dass die ganze Klasse mitwarten muss. Das ersetzt den Unterricht nicht, ergänzt ihn aber an der Stelle, wo Übung am meisten bringt: bei der Automatisierung.

Ziel ist nicht, dass dein Kind die Aufgaben herleiten kann – das kann es vermutlich schon –, sondern dass die Antwort ohne Nachdenken kommt. Genau das braucht schlicht Wiederholung.

Kinderhand schreibt Einmaleins-Aufgaben auf ein Übungsblatt am Schreibtisch

Die Übungsblätter zum Download

Das Paket enthält ein Übungsblatt je Reihe (1er bis 10er), zwei Blätter mit gemischten Aufgaben aus allen Reihen und ein Lösungsblatt zur Selbstkontrolle.

Wie die Arbeitsblätter aufgebaut sind

Jedes Reihen-Blatt zeigt die zehn Aufgaben einer Reihe in zufälliger Reihenfolge, nicht der Reihe nach – das zwingt dazu, wirklich abzurufen statt weiterzuzählen. Die beiden Blätter mit gemischten Aufgaben mischen anschließend alle Reihen durcheinander, so wie es später auch in Tests und im Alltag vorkommt. Das Lösungsblatt am Ende ist bewusst getrennt von den Aufgaben, damit dein Kind selbst kontrollieren kann, ohne dass die Lösung schon auf dem Übungsblatt steht.

In welcher Reihenfolge dein Kind die Reihen lernen sollte

Nicht alle Reihen sind gleich schwer. Diese Reihenfolge hat sich in der Praxis bewährt:

  1. 10er-, 5er- und 2er-Reihe zuerst. Sie lassen sich leicht herleiten (Zehnerschritte, halbe Zehnerschritte, Verdoppeln) und bringen schnelle Erfolgserlebnisse.
  2. 4er- und 3er-Reihe. Baut direkt auf der 2er-Reihe auf, lässt sich gut daraus ableiten.
  3. 6er- und 9er-Reihe. Etwas anspruchsvoller, profitieren aber von Tricks (6er = 5er plus einmal die Zahl, 9er über die Finger- oder Zehner-minus-eins-Methode).
  4. 7er- und 8er-Reihe zuletzt. Die beiden mit den wenigsten Eselsbrücken – hier braucht es am meisten reine Wiederholung.

Wichtiger als die genaue Reihenfolge ist, eine Reihe wirklich zu festigen, bevor die nächste dazukommt. Zu schnell zu viele neue Reihen auf einmal führt eher zu Verwirrung als zu Fortschritt.

Einmaleins im Alltag üben – ohne Blatt

Die Arbeitsblätter sind eine Ergänzung, kein Ersatz für beiläufiges Üben:

  • Beim Tischdecken: “Wenn jede Person zwei Gabeln braucht, wie viele brauchen wir für fünf Personen?”
  • Im Auto oder beim Warten: Abwechselnd Aufgaben stellen, ohne Blatt und ohne Zeitdruck.
  • Beim Einkaufen: “Drei Packungen mit je vier Joghurts – wie viele sind das?”
  • Mit einem Würfelpaar: Zweimal würfeln, die beiden Zahlen multiplizieren – spielerischer als jedes Arbeitsblatt.

Diese kurzen Einheiten zwischendurch verankern das Wissen oft nachhaltiger als eine lange Übungssitzung am Tisch, weil sie ohne den “Jetzt wird geübt”-Druck auskommen.

Häufige Fehler beim Üben – und was wirklich hilft

Zu viel auf einmal. Alle zehn Reihen in einer Woche durchziehen zu wollen, überfordert die meisten Kinder und führt zu Frust statt Fortschritt. Eine bis zwei neue Reihen pro Woche sind realistisch.

Zu hohes Tempo verlangen. Am Anfang zählt Richtigkeit vor Geschwindigkeit. Schnelligkeit kommt von selbst, sobald die Antwort automatisiert ist – wer zu früh auf Tempo drängt, provoziert Rechenfehler und Unsicherheit.

Üben als Strafe oder Drohung einsetzen. Sätze wie “Wenn du nicht übst, schreibst du eine schlechte Note” verknüpfen Mathe mit negativen Gefühlen. Kurze, lobende Einheiten wirken langfristig deutlich besser als Druck.

Falsche Reihenfolge. Direkt mit der 7er- oder 8er-Reihe anzufangen, weil sie im Schulheft zuerst dran ist, sorgt für unnötig viele Fehlversuche. Mit den leichteren Reihen anzufangen motiviert mehr.

Wann zusätzliche Unterstützung sinnvoll ist

Regelmäßiges Üben reicht bei den meisten Kindern aus. Diese Anzeichen sprechen dafür, zusätzlich mit der Lehrkraft zu sprechen oder eine Abklärung in Betracht zu ziehen:

  • Dein Kind kann auch nach Wochen konsequenten Übens keine einzige Reihe sicher abrufen.
  • Zahlen werden regelmäßig verdreht oder vertauscht (nicht nur gelegentlich verwechselt).
  • Dein Kind hat schon beim Zählen oder bei der Addition/Subtraktion deutlich länger gebraucht als Gleichaltrige.
  • Die Unsicherheit beim Rechnen löst sichtbaren Stress oder Vermeidungsverhalten aus (Bauchschmerzen vor Matheaufgaben, Verweigerung).

Das können, müssen aber nicht Anzeichen einer Rechenschwäche (Dyskalkulie) sein. Eine verlässliche Einschätzung dazu kann nur eine Fachperson geben – die Lehrkraft ist dafür der richtige erste Ansprechpartner, sie kennt den Vergleich zur Klasse und kann bei Bedarf an eine Beratungsstelle weiterleiten.

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Häufige Fragen

Ab welcher Klasse lernt man das Einmaleins?

In den meisten Bundesländern wird das kleine Einmaleins in Klasse 2 eingeführt und bis Klasse 3 gefestigt. Der genaue Zeitpunkt innerhalb des Schuljahres hängt vom Lehrplan der Schule ab – ein Blick in den aktuellen Stoffplan oder ein kurzes Nachfragen bei der Lehrkraft gibt Klarheit.

Wie oft sollte mein Kind das Einmaleins üben?

Kurze, regelmäßige Einheiten wirken zuverlässiger als seltene lange. Zehn bis fünfzehn Minuten, drei- bis viermal die Woche, reichen für die meisten Kinder aus – wichtiger als die Dauer ist, dass eine Reihe wirklich sitzt, bevor die nächste dazukommt.

Warum tut sich mein Kind mit bestimmten Reihen besonders schwer?

Die 7er- und 8er-Reihe gelten unter Kindern häufig als am schwersten, weil sie am wenigsten mit Mustern aus dem Alltag verknüpft sind – anders als die 2er-, 5er- oder 10er-Reihe, die sich leicht mit Zählen an den Fingern oder Uhrzeiten verbinden lassen. Das ist normal und kein Anzeichen für ein grundsätzliches Problem.

Muss mein Kind das Einmaleins komplett auswendig können?

Ja, das ist das Ziel – im Alltag und in späteren Rechenarten (schriftliche Multiplikation, Bruchrechnen) wird ständig darauf zugegriffen, und ständiges Herleiten kostet Zeit und Konzentration, die dann woanders fehlt. Bis das Auswendigwissen sitzt, ist Herleiten über Zählen oder Malfolgen aber ein völlig normaler Zwischenschritt.

Geschrieben von Bastian und Regina

Wir sind Eltern von drei Kindern und schreiben seit 2018 auf Oh Happy Kids über unseren Familienalltag aus Norddeutschland — eigene Erfahrung kennzeichnen wir im Text, alles andere ist sorgfältig recherchiert.