Tipps für die Kinder-Unterhaltung auf einem Langstreckenflug

Kinder-Unterhaltung auf Langstreckenflügen

Da war er. Unser erster gemeinsamer Urlaub zu viert. Für uns als Paar ist es noch immer ein ganz crazy Gefühl, dass da plötzlich zwei kleine Jungs mit uns die Welt bereisen. 

Wir sind schon immer gerne in den Urlaub geflogen. Na klar – wer mag nicht gerne Sommer, Sonne, Strand und Meer. Ganz egal ob Mallorca, Miami oder Thailand. Die Dauer des Fluges war uns nicht besonders wichtig – gerade auf Langstreckenflügen können wir glücklicherweise eigentlich immer etwas schlafen.

Jetzt, mit zwei Kleinkindern hat sich das Blatt deutlich gewendet. Bisher sind wir mit unserem großen Sohn nur nach München und bis nach Mallorca geflogen. Alle Flüge haben super geklappt und er hatte keine Probleme mit dem Druckausgleich. 

Im Februar 2020 – zum Glück noch vor der ganzen Corona-Krise – haben wir uns für einen Langstreckenflug entscheiden. Wir wollten dem Winter in Deutschland entkommen und sind für 10 Tage nach Dubai geflogen.

In der Vorbereitung gelassen bleiben

Bereits bei der Beantragung für die Reisepässe der Kinder kam der erste Nervenkitzel auf. Die Dame beim Einwohnermeldeamt drückte uns nämlich einen Spruch à la „Na, Sie haben ja Nerven mit zwei kleinen Kindern einen Langstreckenflug anzutreten“. Schönen Dank auch!

Wir blieben allerdings tiefen entspannt. Auch bei den Nachfragen von Bekannten oder Freunden blieben wir locker. Ist euer Kleiner denn schon einmal geflogen? Nein? Und dann direkt einen Langstreckenflug?
Puh! Ja, wer nicht wagt, der nicht gewinnt. So heißt es doch, oder nicht?

All diese Ängste und Sorgen waren doch nur deren Gedanken. Wir waren von Beginn an fest davon überzeugt, dass es klappen wird und die Jungs den Flug gut meistern werden.

Selbst wenn wir einen Kurzstreckenflug vorher getestet hätten, und dieser schlecht gewesen wäre – welche Konsequenz hätte das für uns gehabt? Wären wir nie wieder in den Urlaub geflogen? Nein – wir wollten uns nicht mit all diesen Ängsten auseinander setzen.

Richtige Wahl der Flugzeiten für ersten Langstreckenflug mit Kindern

Aber nun mal Butter bei die Fische (wie wir in Hamburg so schön sagen), wie war der Flug wirklich?

Wir haben uns bei sowohl beim Hin- als auch beim Rückflug für den Nachmittagsflug  um 15 Uhr entschieden. Mit Emirates ging es von Hamburg nach Dubai. 

Wir mussten also gegen 13 Uhr am Airport sein, um ausreichend Zeit für die Kofferabgabe und die Sicherheitskontrolle zu haben. 

Hinweis: Einteilige Kinderwagen/ Buggy’s können bei den meisten Airlines kostenlos mitgenommen werden (Lufthansa, Eurowings & Emirates haben wir bisher getestet). Dafür muss der Buggy bei der Gepäckabgabe angemeldet werden. Je nach Airline und Flughafen können die Kinderwagen bis zum Gate mitgenommen oder als Sperrgepäck aufgegeben werden. Am Zielflughafen bekommst du deinen Buggy dann am Kofferband zurück.

Für uns eine perfekte Zeit. Unser großer Sohn macht in der Regel keinen Mittagsschlaf mehr, hat aber am späten Nachmittag, gerade bei Autofahrten, einen kleinen Durchhänger und kann dann wunderbar schlafen. Unser Kleiner, mit seinen 7 Monaten, schlief meist noch alle 2-3 Stunden nach Bedarf.

Mit Kindern durften wir mit zusammen mit den Business-Class-Kunden am Priority-Boarding teilnehmen. 

Ich würde es, entgegen der vielen anderen Meinungen im Internet, auch immer wieder so machen. Denn so hat man wenigstens noch die Chance sein Handgepäck in den Gepäckfächern über einem zu verstauen. Je mehr Leute schon in der Maschine sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass dein Handgepäck nicht mehr in das Gepäckfach über deiner Sitzreihe passt, was natürlich mit Kleinkindern nicht sehr praktisch ist. 

Beinfreiheit genießen: Erste Reihe mit Baby

Beim Flug mit einem Baby genießt man – falls noch verfügbar – neben dem Priority-Boarding aber noch weitere Vorzüge: die erste Sitzreihe mit jede Menge Beinfreiheit.

Wir konnten uns die Sitzreihe hinter der Trennwand bereits vorab reservieren und haben von Emirates sogar ein Babybettchen eingehängt bekommen. Unser Sohn hat mit seinen 7 Monaten zwar knapp reingepasst, allerdings hat er lieber auf mir geschlafen, als in dem Bettchen.

Wir hatten zusätzlich das Glück, dass die Maschine nicht vollständig ausgebucht war und wir die komplette Reihe, also 4 Sitze nebeneinander, für uns hatten.

Für unseren großen Sohn war es an Board ebenso spannend, wie auch am Flughafen selbst. Alles wurde begutachtet und interessiert hinterfragt.

Für den Start haben wir ihn mit leckern (zuckerfreien 😉 ) Kinderkaugummis ausgestattet. Mit dem Ohrendruck hatte er so keine Probleme.

Schlafen, Bordentertainment & Bewegung

Bevor wir ihm den Fernseher zeigten, haben wir versucht, dass er sich auf ein Schläfchen einlässt. So hält er am Abend deutlich länger durch. Unser Plan ging auf. Mein Mann erzählte ihm nach dem Start eine Geschichte und seine kleinen Äuglein, die an dem heutigen Tag schon so viel Neues gesehen haben, fielen schnell zu. Er schlief die ersten 1,5 Stunden der insgesamt 6:30 Stunden Flugzeit – das ist doch ein ordentlicher Schnitt.

Für unseren kleinen Sohn ist das Board Entertainment noch nichts gewesen. Fernsehen oder Ähnliches interessiert ihn noch gar nicht.

Da er zu dem Zeitpunkt noch nicht krabbeln konnte, war es ihm auch kein Anliegen, den Flieger selbstständig zu erkunden. Auf meinem Arm fühlte er sich am Wohlsten. Während des Starts habe ich ihn gestillt und er ist dabei ebenfalls eingeschlafen.

Jackpot, beide Kinder schlafen zur gleichen Zeit. So konnten wir uns mit dem Boardentertainment für uns beschäftigen. 

Unterhaltung während des Fluges

Natürlich hielt der Zustand nicht den ganzen Flug an. Nach ihren Nickerchen waren unsere 2 Kinder wach und forderten ihre Beschäftigung ein.

Unser Großer schaute sich den Film Cars an und mit dem Kleinen machte mein Mann einen Rundgang durch das Flugzeug. Besonders interessant war die Treppe zur First- und Business Class im A380. Dort verbrachten wir viel Flugzeit und unterhielten uns mit anderen Fluggästen und den Stewards & Stewardessen.

Gegen Ende des Fluges waren wir dann abwechselnd mit beiden Kindern entweder in Bewegung (ja, auch in der Bordküche gab es vieles zu entdecken) oder am Lesen.

Und so verging die Zeit praktisch wie im Fluge – leider ohne eigenes Schläfchen von uns, aber dennoch sehr entspannt.

Was sind deine besten Tipps für die Unterhaltung der Kinder auf Langstreckenflügen?

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